Sie sind hier: Startseite  »  Aktuell  »  Technische Sicherheitseinrichtung (TSE)

Technische Sicherheitseinrichtung (TSE)

Alle Kassen müssen mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet werden. Die reguläre Frist dafür war der 1.1.2020. Diese Frist kann jedoch durch die Übergangsregelung und die Nichtbeanstandungsregel verlängert werden.

Die TSE besteht aus drei Teilen:

  1. Ein Sicherheitsmodul gewährleistet, dass sämtliche Kasseneingaben protokolliert und nicht unerkannt verändert werden können.
  2. Auf einem Speichermedium werden die Einzelaufzeichnungen für die Dauer der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist gespeichert.
  3. Eine einheitliche digitale Schnittstelle soll die Datenübertragung für Prüfungszwecke gewährleisten.
TSE Kasse kaufen

Als Speichermedium kommt eine spezielle Hardware zum Einsatz, beispielsweise ein USB-Stick oder eine (Micro-)SD-Karte. Diese Geräte werden an der Kasse angeschlossen. Besteht das Kassensystem aus mehreren im Netzwerk miteinander verbundenen Kassen, kann eine TSE-Hardware die Daten von allen Kassen aufzeichnen. Allerdings muss dann genau dokumentiert werden, welche TSE-Hardware für welche Kasse zuständig ist. Die TSE-Hardware wird für 3 oder 5 Jahre zertifiziert. Nach dieser Zeit muss die Hardware ausgetauscht werden.

Alternativ können die Daten in der Cloud gespeichert werden, was aber im Sinne der Ausfallsicherheit problematisch ist. Gibt es Probleme mit dem Internet oder dem Cloudanbieter, ist die TSE für diesen Zeitraum nicht einsatzfähig.

Ausfälle der TSE müssen stets dokumentiert und schnellstmöglich behoben werden. Fällt das ganze Kassensystem oder das Belegausgabesystem (in der Regel ein Drucker) aus, entfällt für diesen Zeitraum auch die Belegausgabepflicht.

Damit das Kassensystem mit der TSE richtig kommunizieren kann, ist in aller Regel ein Softwareupdate notwendig. Die Software muss natürlich die entsprechende TSE unterstützen.

Wichtiger Hinweis zur TSE-Aufrüstung

Für die TSE-Aufrüstung wurden in fast allen Bundesländern ein zeitlicher Aufschub bis Ende März 2021 ermöglicht. Wer allerdings seit dem 1. April 2021 noch immer mit einem Kassensystem ohne TSE-Installation arbeitet, läuft Gefahr mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 EUR bestraft zu werden. Um dieser Strafe zu entgehen muss der Steuerberater eine Fristverlängerung mit einer Zeitangabe, bis wann die Installation der TSE erfolgt, beim zuständigen Finanzamt beantragen.